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Behördliche Fremdenfeinde laufen Amok in Österreich

Eduard vom SteinhofLiebe LeserInnen!

In diesem kleinen beschaulichen Land spielen sich derzeit wilde Szenen ab. Bei einer Lehrerin, die ausländischen Mitbürgern kostenlos Deutschunterricht erteilt, wurde mal eben eine Hausdurchsuchung ohne richterlichen Befehl durchgeführt. “Wir haben Sie schon länger im Visier. Bei Ihnen gehen ständig Schwarze ein und aus,” wurde der Dame seitens der Vollzugsbeamten mitgeteilt. Auf die Frage, ob sie von der Kripo oder von der Fremdenpolizei seien, erfolgte die Antwort: “Wir sind alles!”

Ja, wer in diesen Tagen mit ausländischen Mitbürgern verkehrt, hat es nicht leicht in Österreich. Da werden Strafanzeigen gegen Unbekannt gestellt, um all jenen unbotmäßigen Staatsbürgern auf die Schliche zu kommen, die Flüchtlingen dabei helfen, ihren vom platterschen Abschiebewahn befallenen Häschern zu entgehen. Eine Hausdurchsuchung ohne richterlichen Befehl zu veranstalten, ist da nur ein weiterer Höhepunkt bei dem Versuch, den eh schon viel zu kleinen fremdenfreundlichen Teil der Bevölkerung zu kriminalisieren.

Im Zuge dieser Entwicklung werden wohl in den nächsten Tagen verängstigte und eingeschüchterte Bürger vermehrt darauf achten, wer bei ihnen durch die Haustür tritt. Kommt dort ein farbiger Mitbürger herein, so muss man ja nun wohl  im Anschluss mit einer Hausdurchsuchung rechnen.

Aus dem Munde des Innenministers Platter war in einem anderen Fall zu vernehmen: “Man müsse bedenken, dass es sich bei der Person ja schließlich um einen Wirtschaftsflüchtling handelt.” Und das sollte doch mittlerweile jeder Flüchtling wissen, wer aus wirtschaftlichen Gründen nach Österreich kommt, hat hier nichts zu erwarten. Bei den Christenmenschen, leider nicht nur dieses Landes,  gibt es nichts zu verteilen.

Die momentane Linie der Exekutive lässt Schlimmes befürchten und die Hatz ist in vollem Gang. Solidarität mit Flüchtlingen wird mit aller zur Verfügung stehenden Härte verfolgt und ich frage mich ernsthaft, wie lang ist eigentlich die Verfolgung von Menschen her, die einst Juden geholfen haben, im dritten Reich zu überleben?

Hier werden bewusst eindeutige Grenzlinien überschritten, ein unwürdiges und niederträchtiges Verhalten an den Tag gelegt, dass bei Menschen mit humanistischem Hintergrund nur Abscheu und Verachtung erzeugen kann. Dem muss mit zivilem Ungehorsam und Solidarität vehement entgegengetreten werden.

Es grüßt immer wieder fremd in diesem Land

Eduard vom Steinhof

 

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