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Neapels Müllproblem gelöst

Wie wir soeben aus bestunterrichteter Quelle erfahren haben, steht Neapel vor der Lösung seines hausgemachten Müllproblems. Unser Lokalreporter Ludwig Eisener, Insidern noch als Berliner Gastkorrespondent bekannt, hat uns nach umfangreichen Recherchen mit der Entdeckung der lange geheim gehaltenen neuen Müllverbrennungsanlage der süditalienischen Küstenstadt beglückt.

Hintergrund der Geheimhaltung, des bisher nicht der Öffentlichkeit bekannten Projekts, war, laut L.E., der zu erwartende Widerstand der 3 unabhängigen und der restlichen 1.000.467, der Camorra zugehörigen, Einwohner der Stadt.

Die unmittelbaren Anwohner der Grossbaustelle wurden mit bewussten Falschinformationen im tiefen Tal der Unwissenheit gehalten. Nur so war das Projekt überhaupt in Angriff zu nehmen. Hatte man ursprünglich noch überlegt, ihnen das Projekt als weltgrößten Eierbecher schmackhaft zu machen, war man sich dann doch einig, das ganze als zukünftiges Geschäfts- und Gewerbezentrum dem arg gebeutelten Volk näher zu bringen.

Diese Taktik ging nur deswegen auf, weil man die hochmoderne Rauchabzugsanlage (Zentralschlot mit Ringdynamisierer), die laut der unabhängigen Umweltbehörde der Region Kampanien Schadstoffe praktisch rückstandsfrei in die Umgebung entlässt, als großzügiges Atrium gestaltete.

Für Sie, werter Leser, hat unser Lokalreporter dieser Sensationsmeldung zudem ein Foto beigefügt, so daß Sie sich selbst einen Eindruck von der Anlage machen können:

MVA Neapel

© Fario Do @ Neue Havanna Zeitung

 

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