Endlich: CDU zieht gleich!
Durch seine unermüdlichen Wahlkampfausfälle (wir berichteten) ist es dem hesslischen Ministerpräsidenten Roland Koch endlich gelungen mit der SPD seiner Konkurrentin Andrea Ypsilanti gleichzuziehen.
Der ehrgeizige Wahlkämpfer hatte nichts unversucht gelassen, um es nun doch noch, kurz vor Toresschluß, zu einem Gleichstand in der Wählergunst kommen zu lassen.
Sei es, daß er die Kinder unserer Gastarbeiter versuchte niederzumachen und zu verunglimpfen, längst pensionierte Wahlkämpfer für sich zu reaktivieren oder gar gegnerische Regierungswechselgewinnler vor seinen Wahlkampfkarren zu spannen.
Kein Weg war ihm zu weit, kein Opfer zu groß, um den Wahlkampf doch noch in eine heiße Schlußphase zu bugsieren (ein Vorbild von Kapitän), die Spannung noch mal richtig aufleben und den scheinbar klaren Wahlausgang wieder zu einem echten Kopf-an-Kopf-Rennen werden zu lassen.
Es gibt wohl wenige Beispiele in der Geschichte der noch relativ jungen Bundesrepublik (erst 57 Jahre; nicht mal pensionierungsfähig), wo es einem Kandidaten auf Landes- oder Bundesebene gelungen wäre (genaueres können hierzu sicher die gewöhnlich gutinformierten NHZ-Leser beitragen), das Ruder noch so kurz vor der Bürgerentscheidung erfolgreich herumzureißen.
Die NHZ-Redaktion beglückwünscht ausdrücklich diese Glanzleistung und sagt:
WEITER SO!
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