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Fidel Castro ruft zum Boykott der documenta 12 auf

Alles wie immer. Die Länder der Blogstaaten feiern sich mal wieder selber. Der Blick ist durch riesige Scheuklappen getrübt, verengt und eingeschränkt.

Fidel Castro, ein Kunstliebhaber- und Sammler seit vielen Jahren, regte sich fürchterlich auf über das imperialistische Gehabe und Getue der Veranstaltungsmacher in Kassel. “What the fuck is Kassel,” nuschelte er noch in seinen vorhandenen Bart und flog zu seinem Freund Hugo Chavez. Gemeinsam wollen beide eine Kunstausstellung der dritten Welt Länder, der vierten Welt Länder und der blogfreien Staaten ins Leben rufen. Kunst darf nicht, und darin sind sich alle Beteiligten einig, in die Hände der kapitalistischen Monopolgalerien gelangen. Die Künstler der gansen Welt sind aufgerufen, der nicht antikapitalistischen Kunst (sehr schöne Litotes!) die Stirn zu zeigen. “1001 nackte Cubaner und Venezulanerinnen wird es mit mir und Hugo nicht geben. Diese ART von Kunst ist geschmacklos und diene einzig und allein der Baumwollindustrie, eine der geschichtlich am schlimmsten belasteten Industrien der jüngeren Gegenwart,” so Fidel zu unserem Reporter (wir erinnern an Sklaven und unmenschliche Arbeitsbedingungen). “Und auch tote Giraffen haben ein Recht auf ein ordentliches Begräbnis. Wo kommen wir denn hin wenn zukünftig jeder Tote in die Hände des grossen Plastifizierers von Hagen gelange,” so Hugo ergänzend. Danach rauchten beide eine Cohiba esplendido und schauten den Hühnern hinterher.

Wir von der NHZ freuen uns schon auf die neue Kunstausstellung. Einen Namen hat sie auch schon:

ChaFiChe

(Langform: Schafischeren)

 

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