Ein Prinzip setzt sich durch: Mauer für den Gazastreifen!
Berlin (nhz) Jetzt haben es die Ägypter auch kapiert: willst Du, daß eine bestimmte Menschengruppe nicht mehr von G nach Ä kommen kann, dann ist die Mauer immer noch das geeignete Mittel der Wahl.
Traditionell hat es dieses Begrenzungssystem schon in vielen Kulturen gegeben: Langmauern gab es in China und in England, von lokaler Bedeutung wurden in der Neuzeit vor allem die in Berlin, Belfast, Nikosia und Palästina errichtet.
Während Langmauern auch Jahrtausende überstehen (wohl auch weil sie nur sehr aufwändig zu entsorgen sind), können Lokalmauern auch schon mal nur für eine Generation aufgestellt werden (um dann - wie in Berlin geschehen - schon von der folgenden erst ein- und dann abgerissen zu werden).
Grundsätzlich ist jedoch zu bemerken, daß die Absperrmauer an sich eigentlich in der heutigen Zeit nichts mehr zu suchen hat und eher ein Zeichen von Schwäche und Dummheit ist. Ganz abgesehen davon, daß sie eine Schande für den heutigen Entwicklungsstand der Menschheit bedeutet.
Insofern besteht Hoffnung für die im Gazastreifen einzusperrenden Palästinenser: ein wenig Geduld und die eine oder ander Wasserpfeife (wird notfalls aus Ägypten über die Mauer geworfen) und dann wird dieser anachronistische Schwachsinn schon wieder verschwinden.
Semidiktator Mubarak ist hoffentlich bald reif für die Kiste - die 80 macht er ja schon bald - und dann kann man ihm aus den Trümmern dieser Mauer ein Hügelgrab errichten (würde zu seinem Entwicklungsstand passen)!
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