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Straffreiheit in Italien für Übergewichtige

Palermo (nhz) - Die italienischen Verbrecher habens nun wirklich nicht leicht. Neuerdings verlangen die staatlichen Vollzugsorgane, nicht nur den Nachweis einer Straftat, was wie man im Falle Berlusconi weiss - nicht einfach ist, sondern auch noch ein Körpergewicht von unter 200 Kilogramm.

Salvatore Ferranti (210 kg), ein Mafiaboss der neueren Generation, hatte wirklich einiges auf dem Olivenholz. Als er dann endlich in U Haft kam und er seinen wohlverdienten Staatsurlaub antreten wollte, machten die örtlichen Anstalten ihm einen Strich durch die Rechnung. Er wurde trotz Haftbefehls unter Haúsarrest gestellt und darf hoffen, wenn er nicht an Gewicht verliert, seine Strafe zu Hause abzusitzenliegen. Die Behörden begründen ihre Nichtaufnahme des Mafiosi mit der Tatsache, dass die Betten ihrer Gefängnisse für solche Schwergewichte nicht ausgelegt seien und der Gang zum Badezimmer für Ferranti wegen zu enger Türen nicht möglich sei.

Neuerdings kann man beobachten wie sich Mafiosi und andere dunkle Gestalten unermüdlich den Wanst vollhauen um im Falle einer Festnahme auf ihr Körpergewicht grösser als 200 Kilogramm zu verweisen. Eigentümlicherweise wiedersetzt sich Berlusconi dieser Möglichkeit des Strafvollzugs.

 

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