Österreich wird Europameister!
Wien (nhz) Josef Hickersberger bereitet den grossen Schlag vor: in 14 Länderspielen in der EURO-2008-Vorbereitung hat er seine Jungs mit einer Glanzleistung (1 Sieg - versehentlich 2007 gegen die Elfenbeinküste, 6 Remis, 7 taktische Niederlagen) quasi zum Bauernopfer für die Gruppe B der Endrunde der europäischen Meisterschaften hochstilisiert.
Doch die Austria-Jungs, wie die letzten Spiele eindeutig zeigten, haben - gemäß der Trainermaxime “go slow” - noch nicht wirklich ihr Können unter Beweis gestellt. Einerseits ist das eigentliche Highlight des Jahres nicht die Euro 2008, sondern am 11. Oktober das Auswärts-Spiel gegen die Färöer-Inseln in der WM-Quali 2010, die Revanche für das verlorene Spiel gegen die Färinger vom 12. September 1990 (unter Teamchef … Josef Hickersberger). Andererseits sollen die AustriaBestBoys ihre Trümpfe erst in der Endrunde ausspielen.
Und wie schwer sie sich damit tun haben die letzten beiden Big-Points gegen Deutschland und die Niederländer gezeigt: das 0:3 (Halbzeit 0:0) gegen die Piefkes, das auch ganz anders hätte ausgehen können, hätten sich die Ösis nicht doch noch - nach harscher Kritik von J. H. in der Kabine - zur Öffnung der Verteidigungsreihen entschloßen und das 3:4 (Halbzeit 3:1) gegen die Edamer-Truppe von Marco van Basten und erneuter herber Kritik durch J. H. in der Kabine zum Rückzug aus dem Sturm und wiederum Öffnung der Verteidigungsreihen durchgerungen.
Man kann es den Burschen kaum ankreiden: haben so viel auf dem Kasten, werden von der Presse kontinuierlich durch den Kaukau (hoast do aso) gezogen und dann dürfen sie nicht zeigen, daß das alles nur härtestes taktisches Kalkül des Teamchefs ist, nach dem Motto:
Blamiats Eich in da Afweamfosn, oba jo ned in da Endrundn!
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