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Skandal: Privatpatient musste drei Stunden auf Termin warten

Fürth (nhz) - In einem Ärztetest in der schönen Stadt Fürth mussten NHZ Tester feststellen, wie sehr Privatpatienten gegenüber Kassenpatienten benachteiligt werden.

Der Tester, Privatpatient Hansi H., klingelte bei Arzt M. um 4 Uhr dreissig Sturm, doch keiner machte auf. In regelmässigen Abständen (15 Minuten) klingelte Hansi bei Arzt M. wurde aber nicht eingelassen. Als schliesslich Herr M. und drei Arzthelferinnen, ohne zu grüssen, Hansi H. passierten wurde es diesem zu bunt. Er rief in der Redaktion der NHZ an und wollte den Selbstversuch schon abbrechen da trat Kassenpatientin Sybille K. in Erscheinung. Die wasserstoffblonde Brünette zielte gekonnt mit ihrem genailten Zeigefinger auf den Klingelknopf und bat um Punkt acht Uhr um Einlass. Und, oh Wunder, der Sesam öffnete sich wie von Zauberhand. Sybille K. wurde eingelassen und bekam sofort einen Termin. Als Hansi H. Arzt M. auf das eigenartige Verhalten ansprach, antwortete dieser lapidar:

Wer zuerst malt wird auch zuerst behandelt,

das ist im Kunstfrieden von 1961 so festgelegt.

 

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