Fürther Grafflmarkt: Mob greift Autofahrer an (keine Satire!)
Fürth (nhz) - Auf seinem täglichen Rundgang durch das Städtchen Fürth, die Stadt mit der niedrigsten Kriminalitätsrate in Bayern, wurde Meister Jeder heute Zeuge, wie der Mob, von nichts auf gleich, aus harmlosen, gesetzestreuen Bürgern, Schläger und Gesetzlose macht. Es fehlte nur ein passender Baum und ein ortsansässiger Autofahrer hätte den heutigen Tag nicht überlebt.
Es war ein schöner Tag, der 27. Juni 2008, so ca. 1 Million Menschen drängelten sich durch die verstopfte Königstrasse und die Gustavstrasse, entweder aktiv oder wenigstens im Geiste. Die Stimmung schwankte zwischen ausgelassener Heiterkeit und aggressiver Angespanntheit. Dann geschah was geschehen musste. Ein junger Herr, wohnhaft in der Strasse ohne Durchkommen, wollte anscheinend sein geliebtes Autochen in Sicherheit bringen oder was auch immer, ist eigentlich auch egal. Er trat die Fahrt durch die genervten Grafflmarktbesucher an, ohne Argwohn. Auf einmal stockte der Lemmingstreck und es ging nicht mehr vor und zurück. Schuld waren, nach Ermessen unseres Redakteurs: 1. ein Auto; 2. Menschen und Hunde, die an ihrem Fortbewegungswunsch gehindert wurden; 3. Werbeschilder, die keiner lesen konnte, welche aber den Grafflmarktpfad zusätzlich einengten; 4. Grafflmarktbesucher, die meinten mit dem Autofahrer ein Schwätzchen halten zu müssen. Die schwüle Hitze und das heruntergedrehte Fenster des Automobilisten gaben ihr übriges. Ein Herr, direkt vor unserem Redakteur (so nahe waren wir noch nie am Zeitgeschehen dran und sicherlich sind wir mal wieder die Ersten die über einen Zwischenfall, der den Kunstfrieden von 1961 verletzt, berichten) laufend schleichend, machte seiner Wut Luft und schlug den Autofahrer durchs offene Fenster auf die Brust. Ein liebevoller Touch oder eine zärtliche Berührung war das nicht! Dieser, wie unter Schock wollte sich wehren, verliess sein Auto und erwischte den Schläger an dessen linker Backe (auch diese Berührung war nicht zärtlich, aber nicht gans so hart wie des Grafflmarktbesuchers) . Nur das beherzte Einrufen einer Frau: Hier sind Kinder! (mindestens fünfmal gut und vernehmlich gebrüllt) verhinderte Schlussendlich eine Massenschlägerei. Der Angreifer in seinem gestreiften Hemd, er trug übrigens eine Brille, war derweil schon damit beschäftigt die Polizei zu rufen. Hier verliert sich die Beobachtung unseres Redakteurs, der kraftlos und um seinen Hund fürchtend, vom Strom der Nachdrückenden vom Tatort weggeschoben wurde.
Wir überteiben nicht, wenn wir schreiben, dass wenn ein geeigneter Baum in Nähe des Zwischenfalls zur Verfügung gestanden hätte und jemand ein Seil gereicht hätte, das dann wohl eine klassische Wild West Szene nachgespielt worden wäre, in Fürth, der Stadt mit der niedrigsten Kriminalitätsrate in Bayern.
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Am 28. Juni 2008 um 15:28 Uhr
Als ich seinerzeit in Fürth war, wollte ich mir einen Fencheltee kaufen, habe aber nirgends diesen Kräuter Fürth gefunden.
Am 28. Juni 2008 um 16:48 Uhr
Lieber Soeren,
nächstesmal gehste zum Playmobilstadion (http://www.kraeutergarten-martin-bauer.de/greuther_teeladen.php),
eines der schönsten in Deutschland, und da bekommst deinen Fencheltee (biste etwa schwanger?).
Ich trinke jetzt einen Fenchelschnaps. Männer müssen das!
Meister Jeder, gesundheitsbewusst