Olympiaboykott wacht aus EM Schlaf auf
Wien/Basel/Fürth (nhz) - Um 23 Uhr ist Sense mit einer der langweiligsten Europameisterschaften die die Welt je ansehen musste. Mal wieder stehen die Favoriten im Endspiel und die Aufstellungen versprechen narkoleptische Anfälle vor den Bildschirmen.
Wie wir beobachten konnten, wurden schon gestern die Public Viewing Monitore eingesammelt. Gastronomie und Würstlverkäufer haben Umsatzverluste in Milliardenhöhe zu verdauen. Juri Löw geht auf Sicherheit und bringt Metzelder und Frings in der Innenverteidigung. Lahm und Odonkor sollen die rechte Seite mähen und Ballack und Rolfes sollen sich über 120 Minuten den Ball zuschieben. Der grosse Lehmann soll als einzige Spitze fungieren, gefüttert von Klose und Mertesacker, der gleichzeitig den Pflug führen soll. im Tor wird, wie immer, Herr Schweinsteiger stehen und die Bälle reihenweise rausgrunzen. Es wird eine Carpaccio Schlacht sondersgleichen werden. Die Spanier mit ihrem Uropatrainer versprechen den Spielfluss ebenfalls bis zur 120. Minute nicht stören zu wollen. Ihren Superstürmer wollen sie auf Rücksicht auf die Deutschen erst gar nicht aufstellen. Und auch das spanische Tourismusministerium hat sich schon warnend eingeschaltet. Denn sollte Spanien den Pott erhalten, werden Millionen Deutsche dieses ungastfreundliche Land von ihren Reisezielen streichen. Mallorca wird in Armut versinken und tausende Auswanderer haben schon versprochen ihre Sachen zu packen.
Aber liebe LeserInnen, eine gute Seite hat das ganse. Nach dem Elfmeterschiessen werden wir wieder ausschliesslich über Peking, Olympia und den überaus wichtigen Boykott berichten. Olympia mit seinen Hinrichtungskommandos und Säuberungswellen steht schliesslich vor der Türe.
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