Albrecht Dürer Spätwerk “Der Bergfex” entdeckt
Liebe LeserInnen!
Eine Sensation jagt die nächste. In unserer Redaktion wuselt es wie in einem Ameisenhaufen. Die Telefone klingeln, Klingeltöne aus aller tristaatlichen Herren und Damen Länder sind zu hören. Kakophonisch läuten sie durcheinander sobald auch nur der geringste Anschein von Ruhe aufkommen könnte.
Die Wissenschaftselite reißt sich um Interviews mit uns von der Presse. Normal ist es umgekehrt. Alle wollen wissen, wie es zu derart vielen kultur- und naturhistorisch bedeutsamen Fundstücken rund um die Neue Havanna Zeitung kommen kann. Diese Häufung halten sie für sehr verdächtig.
Stehen wir, als die seriöseste tristaatliche Zeitung aller Zeiten und Räume, etwa in Verbindung mit dunklen Kanälen, über die all dies Gut in unsere Hände gespült wird. Die Spekulationen gedeihen prächtigst wie die Made im Speck.
Denken wir z.B. an das Original von Luthers Thesen, den Papyrus mit Jesus älterem Bruder, die außerirdischen Lebewesen, den urgewaltigen Hirschsaurus, um stellvertretend nur ein paar zu nennen, die Häufung solcher Sensationen ruft die Neider auf den Plan, bevor Sie auch nur einmal Pipi sagen können.
Sollen Sie tuscheln, sollen sie die Gerüchteküche am brodeln halten, wir von der NHZ begegnen derlei Versuchen, uns zu diskreditieren, mit der einzig wahren Methode: Wir veröffentlichen weiter!
Heute bekommen Sie von uns einen waschechten Dürer aus seinem Spätwerk. Das Blatt diente ihm als Vorlage für einen Holzstich, den er kurz vor seinem Tod am 6. April 1528 noch in Angriff nahm. Der Stich ist nie fertig geworden und gilt seither als Dürers Unvollendeter vergleichbar Beethovens unvollendeter Symphonie.

© Eduard vom Steinhof -> Albrecht Dürers “Der Bergfex”
Die Figur des Bergfex spielte in Albrecht Dürers Leben schon von Kind auf eine große Rolle. Nächtelang saß er als kleiner Bub am Fenster und träumte von einem einfachen Bergsteigerleben. Als todkranker Mann wollte er dieses schlichte und doch spannende Leben noch einmal in seinem Bild “Der Bergfex” aufleben lassen.
Das Blatt, welches wir Ihnen hier präsentieren, ist das einzige Überbleibsel von Dürers Versuch, seine Kindheit kurz vor seinem Tod nochmal zurückzuholen. Das von ihm bereits halbfertig bearbeitete Stück Holz für den Druck fiel im 19. Jahrhundert einem schrecklichen Übergriff durch den gemeinen Holzwurm zum Opfer.
Wir freuen uns, mit Ihnen dieses wunderbare Kunstwerk teilen zu dürfen.
Es grüßt am Anblick sich labend
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