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Offener Brief an Herrn Schweiger - wir mögen ihn nicht, aber……

Fürth (nhz): Gastbeitrag von RadioFürth.

Wissen Sie Herr Schweiger,

ich mag sie als Schauspieler nicht. Das ist aber auch vollkommen irrelevant. Ich mag ihr Engagement für Asylbewerber und gegen Nazis. Ich bin der festen Überzeugung, dass es Notwendig ist was gerade Sie da treiben. Es müssen/sollten Menschen ihres Schlages und ihres Vermögens tun. Denn die anderen jammern ständig um ihre, zugegebenermaßen zum Teil sehr geringen Pfründe, herum. Diese Menschen wollen oder können das nicht voneinander trennen. Sie verstehen nicht, dass die Ausgaben für Asylbewerber, egal ob legal oder illegal, nichts mit ihrer prekären finanziellen Situation zu tun hat. Sie reagieren am liebsten auf die angstauslösenden Sprüche unserer geliebten CSU die keinen Tag verstreichen lässt, die einen gegen die anderen aufzuhetzen. Diese Politiker wissen genau was sie tun. Sie fischen Wählerstimmen am rechten Rand. Das ist zum Teil noch höflich Ausgedrückt. Andererseits, vielleicht haben sie ja keinen anderen Wähler mehr. Erschreckend. Das ist auch der einfachste Weg um im Moment an Stimmvieh zu kommen. Menschen Aufklären ist zu schwierig. Mit solchen “Meinungen” kann sich auch der Pegida-Bürger Sanft ohne viel Nachzudenken auf seinem Sofa zurücklehnen.
“Ich muss ja nichts für unsere Demokratie tun, als ein mal alle 4 Jahre ein Kreuz bei den konservativen zu machen um den Rest kümmern die sich.”
Da ist er, der Gedanke zum großen König der uns Wohlgesonnen ist. Diese Bürger wollen nicht verstehen was es bedeutet etwas für die Demokratie zu tun z.B. auf die Straße zu gehen und friedlich aber laut für eine Verbesserung ihrer Situation zu demonstrieren ohne einem anderen die Schuld zu geben. Das würde ja eigenständiges Denken und daraus resultierende Haltungen und Handlungen erfordern. Sich ändern und das auf einmal. Ging die letzten Jahre doch gut.
Information. Das Schlüsselwort.
An Informationen kommt man in unserer Zeit ja nur schwer ran. Armes Neuland. Das Milliarden Beträge in unsere Überwachung ausgegeben werden, dass viel Geld in persönliche Profilierungsgebilde Man, warum fallen mir da Dächer und Flughäfen als erstes ein. und noch viel Unzählbares deren Zusammenhang für Viele zu weit weg ist. Denn dann wüssten sie, dass es a) nicht so viele Asylbewerber sind wie sie glauben, b) das die große Mehrheit sich nicht auf unserem Rücken ausruht sondern selbst arbeiten wollen c) das Balkan Flüchtlinge sich durch nichts von einem syrischen oder auch griechischen Flüchtling unterscheiden….usw. Eine Solche Liste wäre heute, dank der konservativen Kräfte, fast unendlich lang.
Fakt ist: Geld ist da.
Kümmert euch um eine andere Verteilung. Da wäre das Geld für diejenigen, die anderen die Schuld an ihrer Lage geben. Einmal am Tag eine Stunde informieren, wäre ein Anfang. Jaja, ich höre die Sprüche, ich bin ja den ganzen Tag am Arbeiten, die Kinder, die Oma…… und wieder die anderen. Sie würden merken, dass man ohne Zweifel in der Lage wäre, dass zu bezahlen was sie benötigen und ihnen auch noch eine vernünftige Zukunft ermöglichen könnte. Auch unsere eigene deutsche Geschichte wird gerne Ausgeklammert. Nach dem 2. Weltkrieg waren 40 Millionen Menschen in Deutschland auf der Flucht, darunter mit großer Sicherheit auch ihre Großeltern oder auch Eltern. Ohne die Hilfe der Alliierten, wäre das nicht so gelaufen wie es gelaufen ist. Was auch gerne außer acht gelassen wird ist die Tatsache, dass das schließen unserer Grenzen oder das Einschränken der Finanzmittel für Asylbewerber das Problem nicht lösen kann und auch das trennen von legal und illegal hat nicht einmal den Ansatz einer Problemlösung. Denn, sie werden kommen. Sie werden kommen, weil die gesamte westliche Welt Ihnen ihre Bodenschätze, ihr Wasser und ihre Arbeitsplätze mehr oder weniger zerstört hat. Sie wollen alle 2 Jahre ein neues Smartphone? Das ist nur ein Synonym für alle möglichen Produkte die es ohne die ärmeren und ärmsten Länder der Welt nicht gäbe.
Sich zu informieren und seine Kraft in Vernunft basierende Kanäle leiten ist ein langwieriger und anstrengender Weg, der im übrigen auch viel Spaß machen kann. Bei dem man auch immer Hilfe braucht. Wir alle sollten uns eingestehen, dass wir in vielen Bereichen versagt haben und jeder sich über eine helfende Hand freut. Wir haben so viele Defizite, dass es eigentlich wütend machen könnte, es sollte aber demütig machen. Demütig gegenüber den Menschen, denen wir durch unser Verhalten eine ganze Menge Mist eingebrockt haben. Wir haben zugelassen, dass unsere Waffen und Spionagesoftware in die schlimmsten Länder der Erde verkauft werden um die Bevölkerung noch mehr zu unterdrücken. Keiner geht auf die Straße. Wir schaffen es nicht einmal unsere eigene Überwachung anzuprangern oder für einen angemessene Bezahlung für Mitarbeiter im Sozialen Bereich zu Sorgen.
Wir sind eine träge Masse geworden. Ich persönlich habe aufgehört Menschen als Nazis zu bezeichnen die einfach nicht über ihren Tellerrand sehen können. Denn das wäre für jedes Gespräch kontraproduktiv. Was allerdings diesen Menschen bewusst sein sollte, mit ihrer Unwissenheit und ihrer Naivität geben Sie den Nazis ihre Absolution gewaltsam gegen Ausländer vor zu gehen. Ich plädiere dafür, helft diesen Menschen, zeigt Ihnen dass wir keine Arschlöcher sind, dann könnten wir vielleicht die Voraussetzungen dafür schaffen, ein buntes Land, mit netten Menschen zu sein, die gute Ideen entwickeln können und dass sie nicht der Wurmfortsatz unserer Gesellschaft sind. Lasst uns Nazis und Asylbewerbern helfen. Ein nebeneinander scheint offensichtlich nicht zu funktionieren.

In diesem Sinne…..
Danke Herr Schweiger für ihre schlechte Leistung als Schauspieler, aber ich lerne das Autoren Dasein auch noch. Sehen sie? So nah sind wir uns.


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Eine Reaktion zu “Offener Brief an Herrn Schweiger - wir mögen ihn nicht, aber……”

  1. Schlüsseldienst in Bielefeld

    Ich finde es auch gut wie sich Till Schweiger einsetzt wegen den Asylbewerbern, ich finde ihn als Schauspieler Okay, aber wie er im moment am Unterstützen ist und so finde ich sehr gut.

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