1. Filialist denkt an Kunden; IKEA macht Abendkauf gesellschaftsfähig; Danke IKEA
IKEA hat die Zeichen der Zeit erkannt. Der Bürger, der gerne zuhause ist, braucht die Muse und das richtige Ambiente um es sich mukkelig zu machen. Deshalb dürfen wir jetzt ab sofort die verlängerten Öffnungzeiten nutzen.
Gehn wir ins Kino, zu mir oder zu IKEA,
wird ab sofort die allabendliche Frage lauten.
Mo bis Do macht IKEA für Billy, Ingvar und Mossby die Tore bis 21 Uhr auf. Fr und Sa gehts noch ne Stunde länger. Ich glaub ich leb im Paradies. Hoffentlich bekommen die Gewerkschaften davon nichts mit, sonst ist nämlich Schluss mit Späteinkauf. Und Deutschland darf sich auf Fürther Verhältnisse einstellen. 18 Uhr finito de la musica. Samstags höchstens bis 16 Ora und dann gehn die Händler hier nicht nur regelmässig um 12 in Mittag (der Laden wird dann geschlossen) sondern machen auch noch mindestens drei Wochen lang zu wegen Urlaubs. Und hören wir auf mit der verlogenen Doppelmoral, die da lautet: unzumutbare Belastung der im Einzelhandel Beschäftigten. Denken wir an Polizisten, Krankenschwestern, Busfahrer, Kinokartenabreisser und Restaurantfachkräfte, von im Rotlichtmilieu Beschäftigten gans zu schweigen, dann dürfen wir gans schnell verstummen.
Ingvar Kamprad sei Dank. Er der Milliarden von Inbus Schlüssen unters Volk gebracht hat. Er, der Möbel in Polen produzieren, sie aber dort nicht zusammen bauen lies (wir wissen nicht warum). Er, der das zweitmeistgelesene Buch der Welt herausgibt und regelmässig überarbeiten lässt (denken sie mal an den IKEA Katalog(!)). Er, der Möbeln Namen gibt die klingen wie Pjöngyang und Flodhäst. Er, der mit dem Verkauf von Zündhölzern ein Möbel Imperium gründete. Er, den wiralle in unserer Wohnung täglich begrüssen dürfen.
Ingvar weiter so! Zeig der Welt wo´s den Imbus gibt.
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Am 3. September 2007 um 22:42 Uhr
bei meinem Besuch in Weimar stellte ich fest, dass man im sog. “Ostdeutschland” von Öffnungszeiten bis 20 Uhr oder sogar länger noch gar nichts weiss.
Der Tourist muss sich also auf “verschlafene” Öffnungszeiten gefasst machen.
Das Leben geht dort noch seinen eigenen Gang. Aber schön war es trotzdem, alte “Deutsche Kultur” zu schnuppern.